Christoph S. Ackermann

Eigentlich kann man ja nicht aktiv Nicht-Kommunizieren.

 

Trotzdem stellen wir Monat für Monat immer wieder genau solches Verhalten fest und Mailadressen versuchen uns vehement davon abzuhalten, mit dem Absender Kontakt aufzunehmen.

 

Oder wie würdet Ihr folgenden Mailabsender erklären?

Wieso wird die Kommunikations-Chance mit dem (potentiellen) Kunden so vehement verweigert?

Folgende Gründe kommen uns dabei in den Sinn – nicht alle jedoch gerechtfertigt:

Alle machen es so

Diese Ausrede zählt – besonders im Web – schon lange nicht mehr. Wieso wird etabliertes nicht hinterfragt? Genau weil es alle machen, soll man den anderen Ansatz finden um sich stärker positionieren zu können. Schlussendlich ist erfolgreiche Kommunikation doch auch erfolgreiches Marketing?

Der Aufwand ist zu gross

Jedem Unternehmer sollte bewusst sein, dass kaum ein Aufwand zu gross sein sollte, um die Kommunikation mit dem Kunden aufrecht erhalten zu können. Der Aufwand kann auf diesem Weg sogar noch grösser sein, wenn z.B. Fragen auf eine Shopbestellung auftauchen und der Kunde wichtige Informationen gar nicht erst mitsendet, da der einfache Weg per Antworten-Knopf schlicht verweigert wurde.

Als Antworten kommen sowieso nur Ferien- und Abwesenheitsmeldungen

Auch dies ist technisch meisterbar. In allen gängigen Mailprogrammen können Filter definiert werden und so der grösste Teil der Nachrichten bereits bereinigt werden.

Die technischen Hürden sind zu gross

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass der Verantwortliche gar nicht weiss, wie die Adresse zu ändern ist oder das betreffende System angepasst werden kann. Wenn aber dann keine (externe) Hilfe beansprucht wird, um diesen Missstand zu beheben, zeugt dies auch nicht von einer grossen Kundenorientierung.

 

Es wäre doch ganz einfach?

Als Antwortadresse ein schlichtes info@, kundendienst@, support@ oder sogar ein offenes, kommunikatives feedback@ oder mit einem Augenzwinkern ein bitteantworten@ 🙂

 

Ich denke, der Mehraufwand würde sich auch bei den Umsatzzahlen, sicherlich jedoch bei der Kundenzufriedenheit bemerkbar machen. Warum dem Kunden nicht den einfachsten Weg zu einer Ansprechperson aufzeigen und nutzen lassen?

 

Idee via sprain

4 responses to “Newsletter als Nicht-Kommunikationsmittel

  1. Bin gleicher Meinung. Gerade bei Grosskonzernen fühlt man sich immer ein bisschen hilflos wenn es darum geht, mit diesen in Kontakt zu treten. Da hilft meist schon eine kundendienst@ E-Mail Adresse. Übrigens ein Grund, warum ich z.B. Filesync den anderen, internationalen Anbietern vorgezogen habe.

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