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Pascal Landolt

Brillant – Du hast erkannt, wie wichtig ein Blog für Dich oder Dein Unternehmen sein kann und welche Vorteile ein Blog mit sich bringt. Das ist ein hervorragender Start.

Nun möchtest Du natürlich wissen, welche Dinge Du beim Schreiben eines Blogs unbedingt beachten musst, damit Du Zeit sparst und gleichzeitig mit deiner investierten Zeit bessere Resultate erzielst. Gratulation – Du bist hier genau richtig.

Aus meiner Sicht eines Vielschreibers möchte ich meine fünf Tipps mit Dir teilen, wie Du mit einer soliden Grundlage beginnst und dazu einige Kniffe mitgeben, die Dir das Schreiben leichter und motivierender machen.

Blogging: Die Essentials

Bevor Du gleich loslegst, hier die Essentials – meine «5P» – fürs erfolgreiche Bloggen auf einen Blick:

  1. Ein Plan
  2. Ein Publikum
  3. Eine Plattform
  4. Einmal Perfektionieren
  5. Ein Performance Review

«5P» ist also nicht nur in der italienischen Küche grandios – diese fünf Punkte helfen Dir auch, beim Aufsetzen Deines Blogs und beim Schreiben Deines Blogposts die Orientierung zu bewahren.

Aber fehlt da nicht etwas? Warum erwähne ich nicht «Motivation» als ein absolutes Essential?

Einschub: Warum «Lust» nicht der entscheidende Faktor ist

Wie Du trotz mangelnder Motivation dennoch zu einem Blogpost kommst, erkläre ich Dir in einem späteren, separaten Blogpost im Detail. Für den Moment musst Du nur wissen:
Die Motivation, einen Blogpost zu schreiben, kommt und geht – manchmal sprudelst Du nur so vor Ideen, die Du der Welt mitteilen möchtest. Und an anderen Tagen kommst Du nicht voran, drehst Dich bei der Recherche im Kreis und möchtest am liebsten den Laptop gleich wieder zuklappen.

So geht’s auch mir manchmal. Keine Angst: Deine Motivation wecken wir automatisch, wenn Du siehst, wie Du vorankommst und Deine Erfolge siehst. Der Weg zum Erfolg beginnt, indem Du die fünf Tipps zum Start Deines Blogs befolgst.

Und los geht’s:

1. Dein Plan zum Bloggen

«Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch», sagte bereits Larry Elder, bekannt aus Radio und Fernsehen. So digital dein Blog auch sein wird – fange wenn nötig mit einem Blatt Papier und Stift an und zeichne Dir einen Plan, wo die Reise hingehen soll.

Ich persönlich schwöre ja auf «Mind Maps», wo Du Ideen und Stichworte in Wölkchen zeichnest und miteinander verbindest. Weisst Du schon, worüber Du Bloggen willst? Kannst Du es in Worten ausdrücken? Und gibt es vielleicht schon andere Blogs darüber – jemanden, dem Du nacheifern möchtest? Lass’ deinen Gedanken freien Lauf und gliedere ähnliche Themen und Erkenntnisse mithilfe von Verbindungen.

Was steht im Zentrum deiner Skizze? Und wo führen die meisten Verbindungen hin? Dies können wichtige Indizien sein, wo Du mit Deinem Blog hinwillst.

Hast Du bereits einen Redaktionsplan? Hier hältst Du die Themen fest, die Du mit Deinem Blog behandeln willst – von dringend und wichtig bis «beides nicht unbedingt». Bestimmt bist Du bereits mit der «Eisenhower-Matrix» vertraut.

Sobald Du Dein Thema für einen Blogpost bestimmt hast, öffnest Du am besten gleich ein Dokument auf Deinem Schreibgerät – ob Laptop oder Tablet. Das ist die Grundlage für deinen Blogpost und gleichzeitig auch Dein Skizzenblock. Folgende Inhalte sind es wert, festgehalten zu werden:

  • Das Thema und den provisorischen Titel des Posts
  • Wichtige Begriffe, die Du im Post erwähnen möchtest
  • Quellen, die Du zitieren willst
  • Zwischentitel, die ein bestimmtes Sub-Thema abhandeln

So vorbereitet, kannst Du Dich an die Arbeit machen. Sauge on- und offline alles auf, was Du zum Thema irgendwie verwenden kannst. Ob Zitate, Papierschnipsel aus Magazinen, oder Online-Publikationen. Machen wir uns also an die…

2. Das Publikum für Deinen Blog

Die Zeit, die Du in die Recherche investierst, spart Dir potenziell ein Vielfaches an Zeit während des tatsächlichen Schreibens ein. Je besser Du Deine Zielgruppe kennst, desto mehr von Deinem Effort wird sich in Erfolge umwandeln. Und je fokussierter Du schreibst, desto mehr bleibt bei Deiner Leserschaft haften.

Fange bei der Recherche also mit den Essentials an: Welche Sprache liest oder spricht mein Publikum?
Und wenn Du Deinen Blog als Magnet für Leads in deinen (Online)-Angeboten nutzt: Wie tickt die potenzielle Kundschaft für die Produkte, die ich mit meinen Texten anpreise – und wo lebt sie?

Um Deinen Texten Glaubwürdigkeit und Gewicht zu verleihen, solltest Du auch wo immer möglich Quellen zitieren. Nicht nur sind Quellenangaben gut für den «Google E-A-T Score» Deiner Publikation – es gibt Dir auch die Sicherheit, dass Du Dich bei Deinen Aussagen auf etwas Handfestes beziehst und mit Deiner Argumentation nicht alleine liegst.

Die Themenwahl: Was Dir am Herzen liegt

Im Idealfall ist die Themenwahl ganz simpel: Schreibe über etwas, was Dir am Herzen liegt. Oder über etwas, was Du der Welt gerne mitteilen möchtest. Entweder, weil es Dich persönlich bewegt oder weil Du über eine spezielle Expertise in einem bestimmten Thema verfügst, von dem die Leserschaft profitieren kann.

Wenn’s mal nicht so rund läuft bei der Auswahl deines Themas, zücke wieder Deinen Plan mit der «wichtig / dringend»-Matrix. Lass’ Dich auch inspirieren von ähnlichen Blogs: Welchen Gedanken kannst Du noch weiterspinnen? Wo hast Du eine komplett andere Auffassung als andere Schreibende?

Denke bei der Themenwahl daran: Du möchtest mit Deinem Blogpost Deiner Zielgruppe einen Mehrwert bieten. Erkläre ihnen etwas, was sie noch nicht wussten. Gib’ ihnen die Insider-News, die sie benötigen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Das Ziel soll sein, dass Deine Leserschaft nach dem Lesen denkt «Wow – das war gut investierte Zeit».

Gut, nun hast Du einen Plan und Dein Publikum definiert, nun geht’s weiter mit:

3. Die Plattform: CMS, SEO und Analytics bei Blogs

Hier kommen wir zur Frage, wo Du denn Deine Texte publizieren wirst. Hast Du bereits eine eigene Webseite und nutzt den Blog hauptsächlich, um Reach und Traffic zu generieren?
Oder beginnst Du ganz frisch und Dein Blog steht im Zentrum Deiner Online-Präsenz?

Auf jeden Fall hast Du die Wahl aus diversen Blogging-Plattformen: WordPress (wird von rund 50% der meistbesuchten Webseiten im Internet genutzt), Wix, Droopla, Joomla oder Blogger von Google sind nur einige davon. Du kannst Dich im Netz bestens über die Vor- und Nachteile jeder Plattform informieren.
Eng verwandt mit der Plattform, auf der dein Blog gehostet wird, ist übrigens das CMS – das «Content Management System». Dies heisst so, weil Du auf dieser Plattform Deine Blogposts schreibst, publiziert und verwaltest. Wenn Du bereits Erfahrungen mit bestimmten CMS hast, kann es von Vorteil sein, für deinen Blog auf dasselbe System zu setzen.

Denke auch unbedingt daran, Dir eine «Über mich»-Seite einzurichten. Nicht nur ist ein Impressum spätestens dann vorausgesetzt, wenn Du Deinen Blog geschäftlich nutzt. Auch als Individuum profitierst Du davon, wenn Deine Person im Internet mit einem bestimmten Thema verknüpft wird. Das Stichwort lautet hier «Expertise, Authority and Trust» und definiert, wie Google (und andere Suchmaschinen) Dich als Experten oder Expertin in einem bestimmten Feld einschätzen. So kannst Du Dir Blogpost für Blogpost mehr Glaubwürdigkeit in Deinem Fachbereich aufbauen. Wer weiss – was als Dein privater Reiseblog begann, könnte ja eines Tages zur populären Insider-Plattform mit bezahlten Kooperationen werden.

Potenziell «SEO» viel Reichweite

Wichtig ist, dass Du bei der Wahl Deiner Plattform bereits auch in die Zukunft denkst: Wo möchtest Du Deine Texte sehen? Sollen Sie nur Dir und einigen ausgewählten Besuchern sichtbar sein? Oder setzt Du für Deine Reichweite darauf, dass Deine Texte von Suchmaschinen wie Google, Bing und Co. gefunden und auch einem komplett neuen Publikum empfohlen werden? Dann solltest Du Dir unbedingt auch Gedanken über SEO, also die Suchmaschinen-Optimierung, machen.

Unternehmen, KMUs und Start-Ups, die Blogs schreiben, beginnen dabei bereits mit dem SEO-Gedanken im Fokus. Wer sein Produkt, eine Community oder eine Dienstleistung mit Unterstützung eines Blogs bewirbt, zählt darauf, ein möglichst grosses Publikum zu erreichen. SEO ist für diese Content Publisher zentral, entsprechend wählen sie für ihren Blog eine Plattform, die erweiterte Möglichkeiten bei der Optimierung gibt, beispielsweise mit Plugins wie «Yoast SEO».

Der Faktor Zeit: Wie lange sollte ein Blog Post sein?

Wie lange sollte Dein idealer Blogpost denn sein? Reichen dreissig Worte und ein paar Bilder pro Post? Oder sollst Du Dich an etablierten Blogs orientieren und ein paar hundert bis tausend Worte in die Tastatur hauen?

Eine Daumenregel besagt: Schreibe, bis Du die Frage, die Du beantworten möchtest, abgedeckt hast.
Nicht mehr, nicht weniger.

Fasse dafür das Thema eines Blogposts lieber enger als weiter – Du kannst später immer noch Follow-Up Posts schreiben, die eine bestimmte Facette aus deinem Blogpost genauer beleuchten. Als Bonus kannst Du themenverwandte Blogposts untereinander verlinken, was nicht nur den Lesenden einen Mehrwert bietet, sondern auch Google und Co. erfreut.

Erinnere Dich daran: Online-Nutzer (und Suchmaschinen) suchen auf Blogs meistens nach Antworten für EINE bestimmte Frage – für alles Andere gibt’s Wikipedia und (gab’s) die Bibliothek von Alexandria.

Wenn Du mit der Ausrichtung Deines Blogs ernsthaft wirst und es beim Schreiben darum geht, dass Du konstant hohe Rankings in Suchmaschinen-Resultaten erzielen willst, wirst Du wohl anfangen, SEO-Tools zu nutzen oder die Zusammenarbeit mit einer Digitalagentur anstreben. Beide Stellen können Dir wichtige Informationen zu Deiner Konkurrenz im Web geben – und welche Stichworte (Keywords) Du mit welcher Textlänge abdecken solltest, um möglichst konkurrenzfähig zu sein. Viele Blogposts bewegen sich in der Länge zwischen 1’500 und 2’500 Wörtern, um gleichzeitig substanziell, aber nicht allzu ausschweifend zu sein.

WordPress 6.1 zeigt Dir neu sogar die Lesezeit für deinen Blogpost an: Die durchschnittliche Zeit, die Leserinnen und Leser benötigen, um Deinen Text zu lesen. Wenn Du diese Info mit der generell kurzen Aufmerksamkeitsspanne unserer Generation kombinierst, erhältst Du wertvolle Informationen über die ideale Länge eines Blogposts.

4. Perfektionieren: Der Feinschliff

Bevor Du nun den «Publish»-Button drückst, geh‘ Deinen Blogpost noch einmal durch und verpasse ihm den letzten Schliff. Dazu gehören folgende Punkte:

Gliederung

Wenn Du Deine Gedanken erstmal in Worte gefasst hast, wenn Du die Keywords abgedeckt hast, dann geht’s ans Ordnen Deines Blogposts. Hast Du die Ideen, die Du mitteilen willst, bereits in die richtige Reihenfolge gebracht? Liest sich der Text logisch in der Abfolge oder springst Du mit Deinen Gedanken wild herum? Die «Cut & Paste»-Funktion Deines Computers oder Tablets ist zu dieser Zeit Dein bester Freund.

Korrekturen

A propos Freunde: Hast Du jemanden, der Deinen Blogpost vor der Publikation gegenlesen kann? Vier Augen sehen mehr als zwei. Und nicht nur werden Tippfehler so schnell gefunden und korrigiert, auch Inhaltlich kann eine Zweitmeinung äusserst wertvoll sein.
Für Dich mag ein Gedankengang völlig logisch sein, für aussenstehende ist er aber eventuell schwierig nachzuvollziehen. Hör’ auf das Feedback Deiner Freunde, Familie oder eines Redaktors und bau’ diese Verbesserungsvorschläge gleich mit ein – und präsentiere so Deinen Blogpost der Internet-Gemeinde im bestmöglichen Licht.

Bilder für Deinen Blogpost

Zwar setzen Google & Co. nicht voraus, dass Du in Deinem Blogpost zwingend ein Bild verwendest, aber Du profitierst, wenn Du mindestens eine Illustration zum Text lieferst.
Zum einen werden Blogposts mit Bildern erwiesenermassen öfter gefundenund auf Social Media eher geteilt.
Zum anderen kannst Du Bilder auch für Dein Branding verwenden: Bist Du gut im Fotografieren? Dann zeig’ deinem Publikum, wie Du die Welt siehst. Machst Du tolle Grafiken? Dann kann die «User Experience» auf deinem Blog nur davon profitieren, wenn Du diese einbaust.
Verzichte hingegen darauf, einfach Bilder aus der Google-Bildersuche abzuspeichern und diese zu verwenden. Das ist wenig originell und kann auch Copyright-Fragen mit sich ziehen. Je nach Budget kannst Du von Stock-Fotos (gibt’s auch im Abo) bis hin zu individuellen Grafiken greifen, um den Text in Deinem Blogpost zu untermalen.

5. Performance Review: Analyse-Tools für Blogs

Klar – Du schreibst aus Spass am Thema und deiner Passion über Dein Fachgebiet. Aber der wahre «Gamechanger» für Deine Motivation ist, wenn Du herausfindest, wie Deine Blogposts ankommen. Stell’ Dir vor, Du spielst ein Konzert auf einer Bühne: Wie gross ist der Unterschied, ob nur der Tontechniker da steht oder Dein Publikum mit jedem Refrain mitfiebert?

Genau dafür gibt es Analyse-Tools, auch bekannt als «Digital Analytics»: Sie zeigen Dir auf, wie dein Blogpost performt. Also, welche Wellen er im weltweiten Netz schlägt. Wie viele Besucher zieht dein Blog an? Wie lange verbleiben User auf Deinen Beiträgen? Welche Themen sind für neue Visitors besonders interessant?

Grundsätzlich empfehle ich allen Content Creators im Web, auch Digital Analytics zu betreiben. «Wissen ist Macht» gilt hier in mehrerer Hinsicht. Und es ist auch unglaublich motivierend zu sehen, wie sich Deine Investitionen bezahlt machen. Den Strom von Leserinnen und Lesern auf deine Webseite oder deinen Blog zu beobachten, wenn Du wieder ein neues Produkt oder einen Post publiziert hast, entschädigt für all die Mühen, die Du beim Schreiben auf Dich genommen hast.

Zusammenfassung: Die 5 Must-Haves für Deinen Blog

Zusammenfassend kannst Du Dich also an folgenden fünf «Must-Haves» orientieren, mit denen aus Deinen Gedanken und Deinem Wissen ein Blogpost mit Wirkung wird:

  • Ein Plan spart Dir Zeit und gibt Dir Struktur
  • Dein Publikum zu kennen, entscheidet über den Erfolg Deiner Blogposts
  • Die Plattform ist ein wichtiger Entscheid für das Wachstum Deines Blogs
  • Deinen Post einmal Perfektionieren, bevor Du ihn freigibst
  • Messe Deine Performance: Das motiviert und bestärkt Dich

Diese Tipps gebe ich Dir gerne mit – unabhängig davon, ob Du Deinen Blog selber führst oder Deine Blogposts schreiben lässt. Lass‘ mich gerne wissen, ob diese Tipps Dir beim Aufbau Deiner Blog-Strategie helfen. Hast Du noch Fragen, kannst Du mich und das Team der Digital Rebels bei cubetech jederzeit kontaktieren. Und wenn Du eigene Tipps zum Blogging hast, freue ich mich, wenn Du diese mit mir teilst. Danke Dir für Deine Aufmerksamkeit und Happy Blogging!

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