8 Marketing Trends für 2017

Jedes Jahr beschäftigt Onlinemarketer die gleiche Frage: welche Marketing Trends sollten verfolgt werden und welche nicht? Viel wird darüber geschrieben, viel prophezeit – doch genau vorhersagen kann das keiner. Denn besonders beim Onlinemarketing gilt: nichts geht über schlichtes ausprobieren und ständiges optimieren.

Doch gewisse Tendenzen und Trends lassen sich klar erkennen. Wir stellen 8 davon vor und wünschen allen, die diese weiterverfolgen, schon jetzt viel Erfolg bei der Umsetzung.

Content Marketing

Schon seit Jahren spricht man davon, dass Content „King“ sei und guter Content wichtig ist. Das ist heute wahrer denn je. In Sachen Suchmaschinenoptimierung ist der Inhalt einer der wichtigsten Rankingfaktoren. Der Trend in Richtung „relevanter Content regiert das Web“ schreitet ungebremst, sogar beschleunigt voran.

Dabei hilft sicher, dass Google immer mehr Wert auf sogenannten „Human Readable Content“, also gut leserliche und verständliche Inhalte legt. Diese Inhalte werden den überholten SEO-Argumenten vorgezogen. Google verfolgt im Prinzip nur ein Ziel: den Suchenden die bestmöglichen und relevantesten Resultate liefern.

Einerseits werden die Suchergebnisse so immer besser und klarer, andererseits werden „SEO-Spammern“, die in der Vergangenheit technische Möglichkeiten für SEO-Optimierungen missbraucht haben, ausgebremst.

Heute ist Content Marketing nicht nur ein Buzzword, sondern ein strategisch wichtiges Marketinginstrument – und sollte von allen betrieben werden, die ihre Zielgruppe langfristig binden und nicht nur mit Werbung bombardieren wollen. Beim Content Marketing dreht sich alles um wertvolle, relevante und vertrauenswürdige Inhalte, die von der Zielgruppe gern gelesen werden. Das schafft eine langfristige Kundenbindung, erzeugt Sympathie und führt so, im Idealfall, zu mehr Leads und Verkäufen.

Beispiele von Content Marketing sind Blogs, Infografiken, Whitepapers, Quizzes und viele mehr.

 

Möchtest Du mehr darüber lesen, wie Content Marketing funktioniert?

Mobile Experience

Der Grossteil der Internetnutzung erfolgt heute auf Mobilgeräten. Wenn Ihre Inhalte oder Werbebotschaft nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, verleiten Sie Ihre Zielgruppe womöglich zum sofortigen Abspringen – und verschenken eine riesen Chance und Verkaufspotenzial. Mobile Experience ist in der heutigen Zeit eigentlich gar kein Trend mehr, sondern ein „Must Have“!

Es ist sehr wichtig, dass Werbebotschaften und Website-Inhalte auch auf Mobilgeräten gut funktionieren. Das Web- und UX-Design hat sich entsprechend angepasst. Onepage-Designs und Amazons „One Click Button“ sind alles Beispiele dafür, wie die Mobilnutzung optimiert werden kann.

Personalisierung

Im Zeitalter von totaler Vernetzung und einer Überflutung mit Informationen sehen Menschen täglich so viele Werbebotschaften, dass sie schon längst dagegen resistent geworden sind. Die Beachtungswerte für Werbeanzeigen sind im Keller.

Um dem entgegen zu wirken, wird Personalisierung ein immer interessanteres Thema. Wenn Werbetreibende es schaffen, die Menschen bei einem akuten Bedürfnis abzuholen, gewinnen sie. Stellen Sie sich vor, Sie studieren seit Monaten an einen Urlaub auf Teneriffa herum. Sie sehen nun beim Stöbern im Web ein konkretes Angebot oder ein Blogpost zu Teneriffa. Wer klickt da nicht drauf? Das bringt uns dann auch gleich zum nächsten Thema, „Native Advertising“…

 

Ihre Website kann sich an die Besucher anpassen! Wie?

Native Advertising

Native Advertising sind im Grunde genommen versteckte Werbebotschaften. Die Werbeinhalte sind so verpackt, dass sie sich nur schwer von normalen Inhalten unterscheiden lassen. Ziel der Werber ist es, per Native Advertising virale, unterhaltsame oder sehr nützliche Inhalte zu schaffen. Damit wird dann eine enorme Reichweite generiert.

Native Advertising ist also der Wolf im Schafspelz, wenn man sich als Leser nicht mit gebrandeten Inhalten abgeben möchte. Leser werden immer kritischer und scharfsinniger – sobald etwas nach Werbung riecht, verlieren sie das Interesse. Der Trend des Native Advertising gilt daher als eine der Königsdisziplinen des Onlinemarketing. Werbetreibende müssen immer einfallsreicher agieren, um Leser trotz versteckten Werbebotschaften von ihren Inhalten zu überzeugen.

Ein gelungenes Beispiel für Native Advertising ist die Aktion von MINI USA. Buzzfeed hat eine Bilderliste veröffentlicht, die nur im Titel und am Schluss des Artikels auf MINI hinweist. Die Bilderliste besteht aus 25 unglaublich schönen Orten. Ergebnis? Über eine Million Menschen in den sozialen Medien haben den Beitrag geteilt.

Live Streaming

Menschen haben heute das Bedürfnis, sofort alles zu erfahren und immer überall mit dabei sein zu wollen. Da wird „Live Streaming“ in Zukunft eine aktive Rolle spielen. Mit diesem Werkzeug können Firmen und Personen sehr nah und direkt kommunizieren. Das hat eine authentische und ehrliche Wirkung und man kann sich schneller mit den Firmen oder den Personen identifizieren.

Sehr beliebt dabei ist auch das aktive Einbeziehen der Zuschauer in das Geschehen. Bei Facebook zum Beispiel können Sie Live-Videos direkt kommentieren und mit Reaktionen versehen. Das hilft dem Verfasser, die Community zu verstehen und aktiver auf diese einzugehen.

Influencer Relations

Influencer sind Personen, die als sehr einflussreich in einem bestimmten Themengebiet gelten und eine grosse Anhängerschaft geniessen. Das kann zum Beispiel ein Reiseblogger sein, der einen erfolgreichen Reiseblog mit hohen Besucherzahlen betreibt. Dieser Person wird es gelingen, die Besucher der Website mit seinen Blogbeiträgen von der Schönheit eines Ortes zu überzeugen. Vielleicht wird der Besucher sogar zu einer Reise dorthin motiviert?

Genau diesen Effekt wollen Unternehmen mithilfe von Influencer Relations zu ihren Gunsten nutzen. So kann beispielsweise der gleiche Reiseblogger beauftragt werden, über ein bestimmtes Ferienziel zu berichten – und so bei seiner Community indirekt Werbung für die genannte Destination machen. Dies geschieht aber dann, ohne dass es nach klassischer Werbung aussieht.

Mehr zu den Influencer Relations Trends 2017 lesen Sie im Artikel von Cielle Noire.

Chatbots

Das rasche Fortschreiten der Technik verändert auch die Art, wie online mit Menschen kommuniziert wird. Chatbots ermöglichen eine sofortige Kommunikation zwischen Mensch und „Maschine“ und können die Kundenbindung aktiv vertiefen. Der Trend zu immer ausgereifterer, künstlicher Intelligenz ermöglicht es, Fragen und Kommentare zu erkennen und automatisch zu beantworten. Das heisst, obschon Maschinen diese Antworten liefern, sind sie für den Nutzer verständlich und vertrauenswürdig. Ich denke, im 2017 werden auch Sie einem Chatbot begegnen. Oder Sie haben sogar schon einen Chatbot getestet?

Virtual und Augmented Reality

Der Hype um Pokémon Go im Jahr 2016 ist wohl an niemanden unbeachtet vorbeigezogen. Pokémon Go hat den Weg geebnet, damit Firmen mit den tiefen Erkenntnissen und dem Potential dieser Technik erfolgreich an die Menschen treten können.

Pokémon Go hat während des Höhepunkts des Hypes Umsätze von 10 Millionen Dollar pro Tag generiert. Das zeigt, dass Menschen nicht nur bereit für Virtual und Augmented Reality sind, sondern diese regelrecht umarmen. Und es veranschaulicht, welch grosses Umsatzpotenzial in diesen Technologien steckt.

Virtual und Augmented Reality eröffnen völlig neue Möglichkeiten, um kreativ zu werden und ein neues Kundenerlebnis zu generieren.

Welche Trends erwarten Sie? Diskutieren Sie mit – ich freue mich über Ihre Kommentare!

 

Bildquelle: fanbooster.com